Warum Facebook polarisiert

Zunächst mein Geständnis: Ich nutze Facebook. Ja, ich gebe es zu. Warum ich das mache und wie ich dazu stehe werde ich auch erläutern, denn es polarisiert nicht nur viele Menschen, sondern sogar mich selbst. Facebook reißt mich innerlich entzwei, weil es Vorteile hat, die es auch gleich wieder konterkariert.

 

Warum Facebook? Was ist gut daran? Warum nutze ich es und wie?

Ich will hier gar nicht großartig über Datenschutz, Datenkraken oder die Dummheit der Menschen schwadronieren, die bereitwillig ihr ganzes Leben auf Facebook und Co breittreten. Wer diese Plattformen nutzt, sollte auch in der Lage sein, abzuwägen, was er preisgibt und welche Vor- und Nachteile das Ganze hat.

Vielerorts lese ich, wie gläsern ich doch bin, weil ich meine Daten den Facebook-Servern auf dem goldenen Tablett serviere. Dass ich ziemlich dumm sein muss, weil ich Facebook nutze und alles von mir preisgebe. Dass ich von Facebook manipuliert werde, weil ich für die nur ein Produkt bin und für deren Zwecke missbraucht werde. Und jeder, der Facebook auf die gleiche Weise nutzt, wie meine Wenigkeit, scheint auch ein genau so großes Rindviech zu sein wie ich – zumindest, wenn ich diesem Tenor Glauben schenke, der immer wieder mal angeschlagen wird.

Aber könnte es nicht auch sein, dass ich mir ganz genau darüber im Klaren bin, was ich da mache? Dass es mir bewusst ist, was Facebook, Google du Co. mit meinen Daten anstellen und dass diese weiterverkauft werden an Firmen und Unternehmen, die mich als potenziellen Werbekunden sehen und dass es mir gar nichts ausmacht? Schließlich habe ich ja den Werbeblocker aktiviert, der mir dabei hilft, nicht von ungebetener Seite belästigt zu werden. Auch meine Emails kann ich filtern, wenn mir danach ist, dafür gibt es den Spam-Ordner. Vor Allem habe ich aber nur Daten in meinem Profil, die ich ohnehin weder für sensibel noch für geheim halte und die ich bereitwillig sowie gänzlich ohne Angst teile, weil ich seit vielen Jahren im Netz aktiv bin und weiß, was ich tue. Ebenso ist mir ja durchaus klar, dass ich mich immer noch im (virtuellen) öffentlichen Raum bewege und nur das veröffentliche, was ich auch auf dem Marktplatz kundgetan hätte.

Diese Mündigkeit aber sprechen mir die ganzen „Hobby-Datenschutzexperten“ pauschal ab, die in Facebook das Fleisch, nein bit-gewordene Übel und das Netzwerk des Teufels sehen wollen. Sie können nicht glauben, dass jemand freiwillig etwas tut, was in ihrem paranoischen Weltbild einer Todsünde gleicht. Sie tun sich schwer mit der Akzeptanz dieser freiwilligen Darlegung  meiner Daten, wozu man sie nur mit vorgehaltener Waffe und unter Protest bewegen könnte. Sie können einfach nicht zu der Einsicht finden, dass Facebook durchaus Vorteile bietet, die ich zu schätzen gelernt habe und auch nicht mehr missen möchte. Diese Leute wollen nicht wahrhaben, dass ich Facebook genauso benutze wie Facebook mich benutzt und das Verhältnis somit auf Augenhöhe stattfindet. Schließlich werden die nie auch nur einen Cent von mir erhalten und ich kann mein Profil auch jederzeit löschen, wenn mir danach ist. Und dank des bereits erwähnten Werbeblockers würde ich nie wieder etwas von denen zu Gesicht bekommen, wenn dieser Fall einmal einträte, was den angesammelten Datenberg auf den Facebook-Servern genauso überflüssig machen würde, wie den Butterberg. Er würde Facebook nur noch Geld kosten und sonst nichts.

Also lasst die Kirche doch einfach im Dorf und den Leuten, die sich aus freien Stücken dazu entschieden haben, sich zu vernetzen ihren Spaß. Es sind nämlich nicht nur Dummköpfe auf Facebook unterwegs sondern ein repräsentativer Bevölkerungsdurchschnitt (vielleicht abgesehen von technisch pauschal Uninteressierten) quer durch alle Schichten. Und die Unaufgeklärten würden ihren Status gewiss nicht lange halten können, wenn sich die ganzen Sicherheitsfreaks und Datengeheimhalter unter sie mischen und Aufklärungsarbeit leisten würden, um das Netzwerk auch aus ihrer Sicht besser zu machen, statt es pauschal zu verteufeln. Es scheint ziemlich sicher zu sein, dass Facebook so schnell nicht mehr aus dem öffentlichen Leben weg zu bekommen sein wird, deshalb wäre es doch sinnvoll, etwas von der Paranoia gegen ein wenig Pragmatismus ein zu tauschen. Das wollte ich mal an diejenigen richten, die Facebook nur mit vorgehaltenem Kreuz gegenüber treten.

Ich selbst nutze Facebook ohnehin weniger vollumfänglich, sondern eher wie ein Online-Kontaktmedium, das sich durch seine Benutzer selbst auf dem Laufenden hält. Adressbücher werden dagegen mit der Zeit obsolet. Ich kenne alle Menschen in meiner Freundesliste (bis auf eine Hand voll) persönlich und kommuniziere von Zeit zu Zeit mal mit dem Einen oder Anderen. Mehr nicht. Ich habe nur meine wichtigsten Eckdaten in meinem Profil. So opfere ich einen (in meinem Fall überschaubaren) Teil meiner Privatsphäre und erhalte dafür den Zugang zu einer sich selbst pflegenden Kontakt-Datenbank. So verliere ich nicht den Kontakt zu alten Freunden oder Bekannten, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe und kann sie im Bedarfsfall schnell erreichen. Ich habe darüber wieder zu Menschen gefunden, von denen ich lange Zeit nicht wusste, ob sie überhaupt noch unter uns weilen. Menschen, die mir wichtig sind, auch wenn ich sie seit Jahren nicht gesehen habe. Dafür schätze ich Facebook, denn so etwas gab es vor Facebook nicht (zumindest nicht in diesem Umfang) und ich würde es auch nicht mehr missen wollen.

Den ganzen Zirkus mit den Statusmeldungen und den „Likes“ mache ich nicht mit. Dadurch habe ich kaum Reichweite (dank „Edge-Rank“), aber das interessiert mich ohnehin nicht. Ich teile meine Blogeinträge und ab und zu mal einen Link, der mir wichtig scheint. Ansonsten interessiert mich das Treiben dort weniger. Soviel dazu.

 

Was mich stört:

Obwohl ich Facebook nur sporadisch nutze und selten mehr als ein paar Minuten angemeldet bin (manchmal nur einige Sekunden), kotzt mich die Flut an redundantem Mist an, der mir dort entgegengespült wird. Seit Facebook Mainstream ist, sind dort eindeutig zu viele Idioten unterwegs und weil die meisten, statt mit Freunden zu kommunizieren, ständig nur unwichtige Sachen von sogenannten Facebook-Seiten teilen, quillt das Portal über mit Sprüchen, dummen Witzen, Sprüchen, gefühlten Millionen Bildchen von niedlichen bis ekligen Tierchen, Sprüchen, Polizeimeldungen, Hetzjagden, Sprüchen, Videos, in denen Honks beweisen, warum sie Honks sind, und vor allem Sprüchen. Ach ja, Hoaxes und Fakes werden auch geteilt wie blöd, weil die Schwarmdummheit gerade auf Facebook irgendwo zwischen legendär und episch rangiert. Habe ich die Sprüche schon erwähnt?

Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, was mit all den klischeehaft-stereotypischen, nichtssagenden Binsenweisheiten dieser Welt geschieht, die sich nicht einmal als Weisheiten bezeichnen dürfen, weil sie so elementar simpel sind, dass sie selbst Einzellern nicht komplex genug scheinen und wo sämtliche stupiden Sprüchlein enden, die sogar zu schlecht sind, um noch auf Kalender, die ja schon immer die traditionelle Weisheiten-Resterampe waren, gedruckt zu werden, dann müsst ihr halt einfach bei Facebook nachschauen. Denn dort werden sie wie die Pest verbreitet, eingerahmt und auf niedliche kleine Schildchen gedruckt. Facebook ist nämlich offensichtlich so etwas wie ein Elefantenfriedhof für sterbende Phrasen.

Man kann sich bei Facebook auch allen erdenklichen Quark vorhersagen lassen. Egal was, egal worüber, egal wie schwachsinnig, für jeden ist etwas dabei:

Es gibt Prophezeiungen, was man sich im Jahr 2055 für Geschlechtskrankheiten einfangen wird, wo man in 20 Jahren wohnt, wenn man auch weiterhin Spinat isst, welchen Namen man hätte, wäre Mutti einst mit einem Indianerhäuptling (einer aztekischen Sagengestalt, einem nubischen Kriegsgott, was-auch-immer) durchgebrannt und was dieser Name am Nordpol bedeutet oder in Timbuktu. Ob man in seinem Leben noch Sex haben wird, und wenn ja, mit welcher Hand. Ob man im nächsten Leben ein Pferd oder Tiger sein wird oder ob es nur Tiernamen sind, die man bei der Nächsten Sitzung mit der Ostblock-Nutte um die Ohren gerülpst bekommt. Alles geht. Wissenswertes Marke: „Wie sieht morgen dein Stuhlgang aus?“,  „Klicke hier um zu sehen, wonach deine Mudda stinkt (Vorhersage: Maggi)“ oder „Finde heraus, das wievielte Bein du an einem Tausendfüßler wärst, wenn dein mieses Karma aus dem letzten Leben (als Stein ) dich nicht zu einem Leben als Mensch verdammt hätte“ macht auf Facebook die Runde und man kann alles erfahren. Über Sich, sein Leben, seine Zukunft, den Sinn des Lebens. Über jeden Scheiß. Mit nur einem Mausklick! Alles Dinge, die die meisten wahrscheinlich nie wissen wollten. Selbst den eigenen Todestag kann man sich via „Facebook-App“ anzeigen lassen, inklusive Grabsteinfarbe und Spruch, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass auf meinem Stein stehen wird „Tod durch Kollaps während einer Facebook-Sitzung“, genauso wie bei einigen anderen nur „Hirntod durch Facebook-Nutzung“ stehen wird.

Um es mit der Maus zu sagen: Das klingt zwar lustig, isses aber nicht! Ist nur ein dämlicher Zufallsgenerator, der mit schnöden Algorithmen würfelt. Diese können zwar nichts von dem, was der Text behauptet, jedoch berechnen sie ganz präzise die Wahrscheinlichkeit, wann mir noch am ehesten der Hut hoch gehen wird. Darin sind sie aber verdammt gut. Manchmal habe ich den Verdacht, dass irgendwo da draußen eine  niederträchtige Macht existiert, die es auf die Intelligenz abgesehen hat. Und diese Macht setzt alles daran, sämtliche Hirnaktivität vollends auszulöschen. Es ist gar nicht anders zu erklären. Sie wird nicht aufhören, solange es da draußen noch funktionierende Gehirne gibt und versuchen, diese mit hanebüchenem Mumpitz auszuhöhlen. Facebook ist eines der Mittel, das zu erreichen und die Chancen stehen, soweit ich das sehe, ganz gut.

Sicherlich ist es eine ziemlich feine Sache, dass man auf Facebook wirklich alles schön portioniert und bereits vorgefertigt serviert bekommen und ganz ohne Anstrengung mit nur einem Mausklick weiterverbreiten kann. Viele Seiten füttern uns tagein tagaus mit allem, was schon mal dagewesen ist, schreiben es auf Schildchen, malen niedliche Zeichnungen dazu, setzen kleine Symbole daneben oder machen gezackte Ränder dran. Daran ist auch gar nichts auszusetzen. Es ist gut, dass die witzigsten, klügsten, schönsten Momente, die bedeutendsten und ergreifendsten Ereignisse, die unvergessenen, wichtigen und erhabenen Augenblicke nicht in Vergessenheit geraten. Genauso werden die trivialen, peinlichen, beschämenden und unvollkommenen Geschehnisse und ebenso die Fehler, Gräuel und Missetaten unvergessen bleiben. Aber auch das ist gut. Schließlich müssen auch diese Dinge mahnend im Gedächtnis verbleiben. Solange das Verhältnis stimmt, sind Binsenweisheiten, Redensarten, Katzenbildchen und selbst schlecht fotografierte Sonnenuntergänge ja noch halbwegs erträglich.

Das heißt aber nicht, dass man sein Gehirn beim Log-in auf Facebook einfach beim Administrator abgeben soll und dann von aller Last des Denkens befreit jede Information ungeachtet ihres Inhalts direkt sorglos an seine Freunde und Abonnenten durchreichen muss. Denn am Ende landet das alles im eigenen Profil. Das Profil, das eines jeden Aushängeschild auf Facebook sein soll. Allein das müsste den meisten doch zu denken geben. Es heißt ja schließlich nicht „Profil“, weil es genau das nicht besitzt, oder? Das wäre ja höchst paradox. Vielleicht ersetzen wir das Wort „Profil“ ja auch gleich durch „Trottoir“. Ein solcher ist ja auch sehr flach, hat eben gerade so viel Profil, wie nötig. Und vielleicht sogar noch mehr, als mancher Facebook-Nutzer. Oder wir nennen es „Ohrfeige“. Die ist auch gerade dann am effektivsten, wenn man sie mit flacher Hand austeilt, zudem gleichen viele Profile auf Facebook ohnehin einem Schlag ins Gesicht. Oder wir nennen es „Ostfriesland“, denn da ist ALLES flach. Aber genug davon. Das führt doch zu nichts. Kommen wir wieder zum Thema.

Egal ob es nur dumme Sprüche, Witzchen, Klamauk, Nonsens, oder große Worte, Weisheiten und Zitate sind – es wird unreflektiert gepostet. Nur in den wenigsten Fällen steht auch mal eine differenzierte Meinung  unter dem Beitrag. In den meisten Fällen steht ja nicht einmal dabei, ob es sich um ein Zitat, einen aufgeschnappten Spruch oder eine eigene Meinung handelt. Das Maximum ist häufig nur ein Stichwort, so knapp ein String Tanga an einem Durchschnittsluder. Alles ist stark reduziert und auf das rudimentärste heruntergebrochen. Heruntergebrochen sowohl inhaltlich, als auch in der Form, was sich in einfach gestrickten Sätzen mit einfachen Aussagen in den Kommentarspalten niederschlägt. Selten liest man da mal ein paar komplexere Sätze, dafür aber häufig sogenannte „Oneliner“. Leute, ich seid nicht Schwarzenegger und Oneliner sind nicht mal in Blockbustern cool. Es ist ein Irrglaube, der von sprachlich weniger begabten Menschen aufrechterhalten wird, dass stumpfe Sätze in schlechtem Deutsch irgendjemandem imponieren können. Wirklich jetzt.

 

Sozialer Austausch, Reichweite und der Kommerz:

Für eine soziale Kommunikations-Plattform ist Facebook viel zu kommerzialisiert. Anstelle von Austausch, Meinung, Idee und Diskussion bestimmen hier neben dem oben beschriebenen allgegenwärtigen Mumpitz in Wort, Bild und Ton nur noch Produkte, Werbung, Reichweitengerangel und Aufmerksamkeitserhaschende Rhetorik das Bild. Wäre Facebook kein kommerzielles Unternehmen, sondern würde auf einer freien Lizenz basieren, würden die Vorteile überwiegen. Dann würde kein Algorithmus die Reichweite begrenzen und bestimmte Meldungen vor einem Teil der eigenen Kontakte verbergen, selbst, wenn sie als „enge Freunde“ markiert sind. Es gäbe auch keine kommerziellen Seiten innerhalb der Infrastruktur und damit auch keine nervige Werbung. Dieser gesamte Teilaspekt schreckt Leute wie mich ab, denn ich will in einem sozialen Netzwerk nicht mit Werbung belästigt werden, nicht einmal indirekt über „Hans Dieter gefällt kohlesäurehaltiger Softdrink XY“. Mich pisst jede Form von Werbung an, die ich nicht ganz gezielt selbst suche, um mich über Produkte zu informieren.

Die Reichweitenbeschränkung und der damit korrelierende Zugang kommerzieller Seiten zu diesem Netzwerk sind Gift für diese Plattform. Für Personen des öffentlichen Lebens ist der Edge-Rank ein teuer bezahlter Kanal zu ihren Fans und finanzstarke Firmen können damit ihre gewünschte Propagandareichweite kaufen. So sorgt Facebook selbst für einen sehr ungleichen Zugang zu den Inhalten dieser Plattform. Ohne den unseligen kommerziellen Aspekt und ohne kommerzielle Seiten könnte Facebook ein Platz sein, wo Ideen ausgetauscht und Diskussionen geführt werden. Es ist immerhin ein soziales Netzwerk und kein Paradeplatz für Produktvorstellungen.

Aber ich schweife ab. Facebook ist das, was es ist und man muss entsprechende Konsequenzen daraus ziehen. Für mich bestehen diese Konsequenzen eben daraus, diese Plattform so wenig wie möglich zu frequentieren und eben nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten zu nutzen, die ein Open-Source Äquivalent ohne kommerzielle Ausrichtung bieten würden. Da Facebook der Platzhirsch ist und mit einer guten, nicht kommerziellen Alternative, die auf die Leute noch attraktiv genug für einen Wechsel wirkt, nicht zu rechnen ist, bleibt es ein polarisierendes Massenphänomen, dem sich trotz berechtigter Kritik leider nicht jeder konsequent verweigern kann. Nicht, wenn es wichtig ist, dass man dort eben viele Menschen aus dem eigenen Bekanntenkreis wiederfindet. An diesem Punkt hat Facebook eindeutig den größten Einfluss auf die Menschen, die an neuen „Freunden“ weniger interessiert sind. Facebook ist nun mal das Netzwerk, wo alle sind.

 

Hinweis:

Wer will, dass Facebook wenigstens etwas Spaß macht, der müllt anderen nicht die Timeline mit visuellem Unrat zu, sondern schreibt ein paar Zeilen. Nicht umsonst ist die erste Instanz einer jeden Meldung das Textfeld. Nicht unbegründet befindet sich zusätzlich immer ein Kommentar-Feld unter jedem Beitrag. Das ist ein Service, Freunde. Damit kann man den Leuten zeigen, was oder wer man ist. Damit offenbart man der Masse seine Meinung zu all den niedlichen Schildchen, Sprüchlein und all dem anderen geteilten Zeugs auf Facebook. Erst dadurch wird diese Plattform reizvoll und interessant. Nicht durch die gefühlten Millionen rezitierten Wiederkäuer oder das tausendste bunte Schildchen mit bekannten Inhalten (alter Wein in neuen Schläuchen…). Bitte!!! Sagt es mit euren eigenen Worten. Zeigt EURE Meinung.

Schließlich ist „gefällt mir“ nicht die einzig mögliche Meinungsäußerungsoption, welche der menschliche Verstand zu verwalten in der Lage ist. Man kann verschiedene Worte zu ganz neuen Sätzen zusammensetzen, welche die eigene Meinung doch tatsächlich halbwegs präzise und ganz ohne „Kopieren und Einfügen“ benutzen zu müssen, wiedergeben können. Wahnsinn, oder? Die Tastatur (das unförmige Ding mit den Tasten links neben der Maus oder auf dem Auszieh-Brettchen unter dem Schreibtisch) ermöglicht das. Einfach mal ausprobieren…

 

Also lasst euch bitte nicht zu stupiden Datendurchreichern degradieren, die ihre eigene Meinung nur noch via multiple choice aus einer Reihe alternierender Standard-Antwortbuttons wählt.

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